Gemeinsame Übung des Löschzuges Bad Fredeburg mit der Grubenwehr der Hauptstelle für das Grubenrettungswesen Herne

Der Löschzug Bad Fredeburg der Feuerwehr der Stadt Schmallenberg ist als eine der ganz wenigen Einheiten der Feuerwehren in Deutschland in das Grubenrettungswesen eingebunden. Dieses stellt ganz besondere und spezielle Anforderungen an die Einsatzkräfte. Am Freitag, den 19.10.2018 fand eine gemeinsame Übung mit der Grubenwehr aus Herne in der Grube Gomer der Schiefergruben MAGOG GmbH in Bad Fredeburg statt. Bei der Grube handelt es sich um den letzten aktiven Schieferbergbau in ganz Nordrhein-Westfalen. In der Grube wird mit moderner Technik der bekannte „Fredeburger Schiefer“ aus einem der größten Schiefervorkommen in Deutschland abgebaut.

Bei der Übung am Samstag wurde auf der dritten Sohle (der dritten Etage des Bergwerks) ein Übungsfeuer entzündet. Im Übungsszenario war ein Bergmann als vermisst gemeldet.  Von der Feuerwehr wurde vom Grubeneingang eine ca. 360 m lange B-Leitung zur Brandbekämpfung verlegt. Anschließend ging es ab einem Abbauraum von dem dort gesetzten Verteiler und unmittelbar mit C-Rohren zur Brandbekämpfung. Weitgehend mussten die Einsatzkräfte mit Pressluftatemschutzgeräten vorgehen. Die Wasserversorgung für das Löschfahrzeug wurde von dem grubeneigenem Netz, welches Grubenwasser nach Übertage pumpt, problemlos sichergestellt.

Den Bad Fredeburger Feuerwehrangehörigen kam bei diesem schwierigen Übungseinsatz ihre Ortskenntnis zu Gute, die sie sich in den jährlich stattfindenden Übungen erworben haben. Nicht einmal 50 Minuten nach Einsatzbeginn konnte durch den Einsatzleiter der Feuerwehr Stadtbrandinspektor Fischer „Feuer aus“ gemeldet werden. Nun ging ein Trupp bestehend aus 5 Männern der Grubenwehr  in die Grube vor, um nach einem vermissten Bergmann zu suchen. Die Grubenwehr ist mit besonderen Atemschutzgeräten, sogenannten Sauerstoffschutzgeräten ausgerüstet. Diese habe mit eine Einsatzzeit bis zu 4 Stunden.

Der vermisste Bergmann hatte sich vor dem Feuer in einen anderen Teil der Grube geflüchtet und wurde hier von der Grubenrettung gefunden und in Sicherheit gebracht. Mit dem Ergebnis der Übung waren sowohl der technische Betriebsleiter Dipl. Ing. Michael Menn als auch die Männer der Grubenwehr sowie die Feuerwehr sehr zufrieden. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Beteiligten hat sich bei dieser Übung wieder einmal bestens bewährt.

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