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Allgemeines:
Das Rollgliss ist ein Rettungs- und Abseilgerät welches auf dem Flaschenzugprinzip basiert, und ist gemäß EN 341 Klasse A (Abseilgeräte) und EN 1496 Klasse B (Rettungshubgeräte) geprüft und zugelassen. Es besteht aus einem Grundkörper mit einer Rolle, um die das Seil mit zweieinhalbfacher Umschlingung geführt wird. Diese Rolle blockiert beim Abseilvorgang, während sie beim Aufseilen frei drehbar ist. Dadurch wird das Abseilen gebremst (Prinzip der Umschlingungsreibung) und das Aufseilen erleichtert. Je nach Untersetzung durchläuft das Seil weitere Rollen (lose Umlenkrollen bzw. an dem Grundkörper befestigte Rollen), so dass ein Flaschenzug entsteht. Es ist von der verwendeten Untersetzung abhängig, welches max. Gewicht auf- bzw. abgeseilt werden darf. Die Rettungs- und Abseilgeräte gibt es mit den Untersetzungen 1:1, 2:1, 3:1 und 5:1; vereinzelt wurden Geräte mit 4:1-Untersetzung gebaut, welche aber die Ausnahme darstellten. Die Umlenkrollen sind austauschbar, so dass die Geräte umgerüstet werden können. Zu beachten ist dabei, dass – entsprechend dem Flaschenzugprinzip – die Hubhöhe bei gleicher Seillänge mit steigendem Untersetzungsverhältnis abnimmt.
Das Rollgliss wird zur Rettung von Menschen aus der Höhe und der Tiefe eingesetzt, weshalb es bei Feuerwehr, THW und anderen Hilfsorganisationen, Berg- und Seilbahnen, Baufirmen etc. weit verbreitet ist. Ebenso kann es zur Arbeitsplatzpositionierung verwendet werden.
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