Gefährlicher Brandeinsatz in Harbecke – Explosionsgefahr mit erfolgreicher Tierrettung

Am 01.06.2021 wurde die Feuerwehr der Stadt Schmallenberg um 12:36 Uhr zu einem Scheunenbrand nach Harbecke alarmiert. Bereits bei der Anfahrt war eine starke Rauchentwicklung festzustellen. Die zuerst eintreffende Löschgruppe Lenne erkundete die Einsatzstelle und leitete unverzüglich die erste Brandbekämpfung ein. Problematisch war einerseits die Nähe des brennenden Gebäudes zum Wohngebäude, andererseits die Gefahr durch drei Flüssiggasflaschen mit Propan/Butan, die sich nach der Mitteilung des Eigentümers im Brandbereich befanden. Bei Erwärmung dieser Flaschen kommt es zu einer sogenannten hydraulischen Sprengung mit einem  Bleve-Over (Boiling Liquid Expanding Vapour Explosion), also einer Gasexplosion mit erheblicher Sprengwirkung und einem großem Feuerball. Daher galt die erste Sorge, der unter der Leitung von Hauptbrandmeister Klaus Stockhausen vorgehenden Atemschutztrupps, der Kühlung der Gasflaschen zur Verhinderung einer Explosion. Nachdem diese gefährliche Arbeit gelungen war, wurde ein massiver Löschangriff vorgetragen, der dann rasch zum Erfolg führte. Die Wasserversorgung wurde insbesondere durch den Tankwagen des Löschzuges Schmallenberg mit 17.000 l Wasser und den Abrollbehälter Wasser des Löschzuges Bad Fredeburg sichergestellt.

Eine Brandausweitung auf das Wohngebäude und ein folgendes Holzlager konnte verhindert werden. Damit wurde der Schaden auf das ohnehin beim Eintreffen bereits stark betroffene Nebengebäude beschränkt. In dem Gebäude befanden sich zur Brandzeit zahlreiche Kaninchen, von denen ein Teil trotz des Vollbrandes durch die Einsatzkräfte gerettet werden konnten.

Im Einsatz waren die Löschgruppen Lenne und Fleckenberg, der Löschzug Schmallenberg und der ELW und der Wechsellader mit AB Wasser des Löschzuges Bad Fredeburg, sowie die Atemschutzwerkstatt. Für die Nachlöscharbeiten wurde dann noch die Löschgruppe Grafschaft, zur Ablösung von Atemschutzgeräteträgern alarmiert.

 

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