Zielrichtung und Verwendungszweck von Schutzmasken

Zielrichtung und Verwendungszweck von Schutzmasken

Hinweise zum Verwendungszweck von Schutzmasken (Download Merkblatt Masken als pdf)

In der öffentlichen Diskussion werden die Schutzziele und die richtige Verwendung von Masken im Rahmen des Infektionsschutzes häufig durcheinandergebracht. Dabei ist gerade die richtige Auswahl der Schutzmaske und deren richtige Handhabung für die Erreichung des angestrebten Infektionsschutzes von ausschlaggebender Bedeutung.
Zunächst ist zwischen Mund-Nasen-Schutz und Atemschutzmasken zu differenzieren. Dabei ist wichtig, dass diese unterschiedlichen Modelle nicht nur unterschiedliche Zielrichtungen verfolgen, sondern auch, dass sie nur bedingt andere Zwecke eingesetzt werden können.

Partikelfiltrierende Halbmasken nach DIN EN 149:2001-10 werden in drei Klassen FFP 1 (min. 80 % Partikelfilterung), FFP 2 (94%) und FFP 3 (99 %) unterschieden. Diese Masken sind zurzeit sehr knapp und sollten weitgehend medizinischem Personal vorbehalten bleiben. Sie schützen bei richtiger Anwendung und weiteren Schutzmaßnahmen (Augenschutz) dann in der Klasse FFP 2 oder FFP 3 nach Angaben des RKI wirksam vor einer Inkorporation mit dem Sars-CoV 2 Virus. Ein höherer Schutz ist nur noch mit richtigem Atemschutzmasken- und Filtern oder umluftunabhängigem Atemschutz (Pressluftatemschutzgeräten) erreichbar.
Aufgrund der derzeitigen Knappheit von FFP 2 Masken, sollten diese ausschließlich medizinischen Personal, Rettungsdienst und Feuerwehr vorbehalten bleiben.

FFP 3 Maske

Mund-Nasen-Schutz Masken (MNS) der nicht den Tragenden, sondern den Patienten vor einer Infektion schützen soll, zählt zu den Medizinprodukten nach DIN EN 14683:2019-6. Diese sollen nicht den Tragenden, sondern Dritte vor einer Tröpfcheninfektion schützen. Denn diese schützen aufgrund der höheren weitaushöheren Durchlässigkeit (zwischen 2 bis 22 %) nicht ausreichend vor einer Inkorporation mit Viren.

  Mund-Nasen-Schutzmaske

Obgleich die FFP Masken eine wesentlich höhere Filterleistung als MNS haben, sind diese nur bedingt dafür geeignet, Dritte zu schützen. Denn diese besitzen zum Teil zur Erreichung eines höheren Tragekomforts ein Ausatemventil in der Mitte. Hierbei handelt es sich um eine schlichte Gummimembran, die die Ausatemluft ungefiltert nach draußen lässt. Trägt eine infizierte Person eine solche Maske und nießt hinein, wird daher auch ein relevanter Teil der freiwerdenden Aerosole über das Ventil an die Umgebung ausgestoßen. Mithin ist die Verwendung dieser Masken durch Dritte mit dem Schutzziel unsere Mitarbeiter vor einer Infektion zu schützen unter Umständen eine falsche Sicherheit. Diese Masken mit Ausatemventil erfüllen mithin nicht das Schutzziel der „Maskenpflicht“ nach der neuen Corona-Schutzverordnung des Landes NRW vom 24.04.2020.

Verwendung von MNS nach Empfehlung des RKI

  • Auch mit Maske sollte der von der WHO empfohlene Sicherheitsabstand von mindestens 1.50 m zu anderen Menschen eingehalten werden.
  • Beim Anziehen einer Maske ist darauf zu achten, dass die Innenseite nicht kontaminiert wird. Die Hände sollten vorher gründlich mit Seife gewaschen werden.
  • Die Maske muss richtig über Mund, Nase und Wangen platziert sein und an den Rändern möglichst eng anliegen, um das Eindringen von Luft an den Seiten zu minimieren.
  • Bei der ersten Verwendung sollte getestet werden, ob die Maske genügend Luft durchlässt, um das normale Atmen möglichst wenig zu behindern.
  • Eine durchfeuchtete Maske sollte umgehend abgenommen und ggf. ausgetauscht werden.
  • Die Außenseite der gebrauchten Maske ist potentiell erregerhaltig. Um eine Kontaminierung der Hände zu verhindern, sollte diese möglichst nicht berührt werden.
  • Nach Absetzen der Maske sollten die Hände unter Einhaltung der allgemeinen Hygieneregeln gründlich gewaschen werden (mindestens 20-30 Sekunden mit Seife).
  • Die Maske sollte nach dem Abnehmen in einem Beutel o.ä. luftdicht verschlossen aufbewahrt oder sofort gewaschen werden. Die Aufbewahrung sollte nur über möglichst kurze Zeit erfolgen, um vor allem Schimmelbildung zu vermeiden.
  • Masken sollten nach einmaliger Nutzung idealerweise bei 95 Grad, mindestens aber bei 60 Grad gewaschen und anschließend vollständig getrocknet werden. Beachten Sie eventuelle Herstellerangaben zur maximalen Zyklusanzahl, nach der die Festigkeit und Funktionalität noch gegeben ist.
  • Sofern vorhanden, sollten unbedingt alle Herstellerhinweise beachtet werden.

 

 

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