Übungseinsatz im Tunnel, Schmallenberger Feuerwehr probt den Ernstfall

Am gestrigen Dienstagabend fand eine routinemäßige Übung im Tunnel Schmallenberg statt. Alle vier Jahre muss eine solche Übung in Zusammenarbeit mit Straßen NRW stattfinden. Für die Dauer der Übung war der Tunnel voll gesperrt.

Angenommene Einsatzlage war ein Verkehrsunfall mit zwei verunfallten PKW und drei verletzten Personen. Ein Fahrzeug fing aufgrund des Unfalls Feuer.

Einsatzleiter Brandoberinspektor Dieter Knoche erkundete in seiner Funktion als Einsatzleiter zunächst die Lage. Anschließend verteilte er die Aufgaben an die einzelnen Einheiten. Dem Löschzug Schmallenberg sowie der Löschgruppe Lenne fielen die Aufgabe zu mehrere Trupps unter Atemschutz zunächst zur Brandbekämpfung in den Tunnel zu schicken. Zeitgleich wurde das Gerät zur Technischen Hilfeleistung für den Einsatz im Tunnel vorbereitet. Die Löschgruppe Fleckenberg baute eine Wasserversorgung von einem Hydranten oberhalb des Tunnels zum Tunnel selbst auf und versorgte die Einsatzstelle mit Löschwasser. Die Löschgruppe Oberkirchen bereitete ebenfalls einen Löschangriff von der anderen Tunnelseite (Kreisverkehr) vor. Nachdem die Personen aus den Fahrzeugen gerettet wurden, wurden diese von Einsatzkräften des Rettungsdienstes versorgt. Besonderes Highlight war, dass die verletzten Personen von einer Gruppe gemimt wurden, die sich auf die realistische Unfalldarstellung spezialisiert hat. So konnte auch der Rettungsdienst stark in die Übung mit eingebunden werden. Nach der Rettung der verunfallten Personen und nachdem die Brandbekämpfung erfolgreich abgeschlossen war, konnte die Übung mit großer Zufriedenheit auf allen Seiten für beendet erklärt werden.

Die besondere Herausforderung bei einem Einsatz wie auch bei Übungen mit Tunnelanlagen liegt in der aufwendigen Kommunikation über große Entfernung. Zudem staut sich bei einem tatsächlichem Feuer die Wärme im Tunnel. Rauch und Wärme können schlecht abgeführt werden, sodass auf die Einsatzkräfte vergleichsweise höhere Belastungen zukommen als bei anderen Einsatzlagen.

Nachdem die Übung beendet war, die Ausrüstung wieder auf den Fahrzeuge verstaut war lud der Ausrichter, Straßen NRW, alle Beteiligten noch zu einem gemeinsamen Imbiss ins Gerätehaus nach Schmallenberg ein. Alle Beteiligten waren mit dem Übungsverlauf sehr zufrieden. „Es hat alles weitestgehend so geklappt wie wir uns das vorgestellt haben“, so Straßen NRW.

An der Übung waren insgesamt 70 Personen von Feuerwehr, Rettungsdienst, Rotes Kreuz, Polizei, Ordnungsamt sowie Straßen NRW beteiligt. Im einzelnen waren die Einheiten des LZ Schmallenberg, LZ Bad Fredeburg mit dem Einsatzleitwagen, die Löschgruppen Fleckenberg, Lenne & Oberkirchen sowie die Atemschutzwerkstatt Grafschaft an der Übung beteiligt.

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